{"id":295,"date":"2024-02-08T19:52:58","date_gmt":"2024-02-08T18:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/juergen-schlusnus.de\/?page_id=295"},"modified":"2024-02-09T19:12:56","modified_gmt":"2024-02-09T18:12:56","slug":"aussichtsloser-fall","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/juergen-schlusnus.de\/?page_id=295","title":{"rendered":"Aussichtsloser Fall"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"775\" src=\"https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-1024x775.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-175\" style=\"object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-1024x775.jpg 1024w, https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-300x227.jpg 300w, https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-150x114.jpg 150w, https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-768x581.jpg 768w, https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-1536x1163.jpg 1536w, https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-2048x1550.jpg 2048w, https:\/\/juergen-schlusnus.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Gesamtcover-1568x1187.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Leseprobe<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>I In der Casa Bardolino<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dem alten VW-Bus, der sie mit Ach und Krach und vor allem mit Krach und viel Qualm \u00fcber die Alpen gebracht hatte, kamen die Sanders, Vater und Sohn, in Florenz an. Seit sie den Brenner hinter sich gelassen hatten, sa\u00df Julian am Steuer. Sein Vater hatte seinen Strohhut und die Sonnenbrille aufgesetzt und fieberte der Toskana entgegen. Im Radio sang Francesco De Gre\u00adgori: Viva l\u2019Italia. L\u2019Italia liberata!<\/p>\n\n\n\n<p>Der alte Sander kannte den Text auswendig und sang mit, meistens leise, die Worte \u00bbViva l\u2019Italia\u00ab jedoch mit donnernder Stimme und, wie es Julian schien, mit feuchten Augen. Julian wusste: Sein Vater war gl\u00fccklich, wenn er so aussah und seine filterlosen italienischen Zigaretten rauchte, die er an der ersten Autobahnrastst\u00e4tte hinter dem Brenner gekauft hatte. Er hatte seine nackten F\u00fc\u00dfe auf das Armaturenbrett gelegt und sah mit seinem langen wei\u00dfen Bart, den er sich nach dem Tod seiner Frau hatte wachsen lassen, aus wie einer der letzten Hippies.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWei\u00dft du, Junge\u00ab, sagte er, als sie sich Florenz n\u00e4herten, \u00bbwir waren immer sehr gl\u00fccklich, deine Mutter und ich, aber in Florenz, ganz zu Anfang \u2026 Wir waren f\u00fcrchterlich ineinander verliebt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Julian wusste das, seine Eltern hatten mehr als einmal davon erz\u00e4hlt. Aber das machte gar nichts. Sein Vater war gl\u00fccklich, und darum ging es. \u00bbWir hatten\u00ab, fuhr der Alte fort und strich sich durch seinen Bart, \u00bbuns gerade kennengelernt und konnten die Finger nicht voneinander lassen. Sobald ich meinen Koffer in ihrer kleinen Wohnung abgestellt hatte, sind wir losgefah\u00adren, zuerst an den Lago Maggiore und dann nach Florenz.\u00ab Er sah aus dem Seitenfenster und lachte. \u00bbIn Pisa haben wir vor lauter Verliebtheit den bl\u00f6den Turm nicht gefunden. Stell dir das mal vor!\u00ab Und das Fr\u00fchst\u00fcck in der Pension war damals f\u00fcr mitteleurop\u00e4ische Gewohnheiten ungenie\u00dfbar, harten Zwieback gab es und eine viel zu s\u00fc\u00dfe Marmelade dazu, so s\u00fc\u00df, dass die beiden, so ging ihre Erz\u00e4hlung, aus der Pension gewankt sind und sich in ihrer Verzweiflung auf dem Platz neben der Pension, auf dem gerade ein kleiner Wochenmarkt stattfand, ein dick mit Spanferkelfleisch belegtes Br\u00f6tchen gekauft und geradezu verschlungen haben. Julian kannte all diese Geschichten. Er wusste auch, und sein Vater w\u00fcrde es ihm gleich ein weiteres Mal erz\u00e4hlen, dass er, Julian, damals in den Betten der Casa Bardolino gezeugt worden ist. Und diese Pension, die immer noch denselben Namen trug und durch dieselbe Signora geleitet wurde wie vor drei\u00dfig Jahren, musste es auch jetzt nat\u00fcrlich sein \u2013 darauf hatte Julians Vater bestanden. \u00bbSie liegt sehr ruhig am Rande des Zentrums. Gleich dahinter beginnt der Boboli-Garten. Und die Signora, das wirst du gleich selber sehen\u00ab, fuhr er fort, w\u00e4hrend sie sich durch den florentinischen Feierabendverkehr k\u00e4mpften, \u00bbdie Signora ist sehr, nun ja, sagen wir: ori\u00adginell.\u00ab Auch auf die Signora war Julian mehr als ausreichend vorbereitet. Sein Vater hatte den Kontakt zu ihr nie ganz abbrechen lassen, auch wenn er mit Julians Mutter nur das eine einzige Mal hier gewesen ist. Mindestens einmal im Jahr schrieb er ihr eine Karte oder einen Brief, und seit es E-Mails gab und WhatsApp war der Verkehr wieder etwas h\u00e4ufiger geworden. Zu\u00adletzt wurden Bilder hin- und hergeschickt, und ganz besonders h\u00e4ufig, so empfand Julian das zumindest, zeigte sein Vater, der ihn daf\u00fcr eigens an seinen Computer rief, Bilder von Maria, der Tochter der Signora. \u00bbSieh mal\u00ab, hatte sein Vater bei solchen Gelegenheiten gesagt, \u00bbist Maria nicht wundersch\u00f6n?\u00ab Nun ja, Julian fand das Foto ganz passabel, aber wundersch\u00f6n, mein Gott, was ist schon wundersch\u00f6n? Vor dem Wundersch\u00f6nen sinkt man auf die Knie, das hatte sein Vater ihm oft genug gesagt. Zwar hatte er gemeint, dass man nicht vor G\u00f6ttern und sowas auf die Knie sinken soll, sondern, wenn \u00fcberhaupt, nur vor dem Sch\u00f6nen in Kunst und Natur, und jetzt ordnete er Maria, die Tochter der Pensionswirtin, wohl in den Bereich der Natur ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Julian vor der Pension bremste und den Motor abstellte, stand Signora Bardolino bereits in der T\u00fcr, schlug die H\u00e4nde vor der Kittelsch\u00fcrze zusammen und freute sich so enthusiastisch wie es nur waschechten Italienerinnen gegeben ist. Dabei wusste Julian, dass die Signora gar keine waschechte Italienerin war, sondern Mathilde hie\u00df und aus Wanne-Eickel oder Herne oder irgendwo da stammte, wo sie ihren Mann kennengelernt hatte, und ihm nach Italien, in seine Heimat gefolgt war.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbGiorgio\u00ab, rief die Signora und klatschte vor Begeisterung in die H\u00e4nde, \u00bbche bello vederti! Benvenuto!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbS\u00ec\u00ab, sagte Julians Vater und schaute noch einmal auf sein Handy, wo er sich einen passenden Satz ins Italienische hatte \u00fcbersetzen lassen, \u00bbsono anche felice di essere di nuovo qui!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann, nachdem die Signora seinen Vater ausgiebig umarmt und geherzt hatte, wurde Ju\u00adlian in Augenschein genommen. \u00bbAh\u00ab, machte die Signora, \u00bb\u00e8 diventato un bel giovanotto, il tuo Giuliano.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbJa\u00ab, sagte Herr Sander, \u00bbaber er ist immer so traurig.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbOh\u00ab, machte die Signora und dr\u00fcckte Julian an ihre Kittelsch\u00fcrze, \u00bbmusst nicht traurig sein, kleiner Julian.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbIch bin \u00fcberhaupt nicht traurig\u00ab, sagte Julian und versuchte munter auszusehen. \u00bbIch muss einen Parkplatz f\u00fcr den Bus finden. Und ich muss tanken, die Reserve ist angebrochen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDu parkst\u00ab, sagte die Signora und schrieb eine Adresse auf einen Zettel, \u00bbam besten in der Garage Fosi. Zu Fu\u00df sind es 400 Meter, aber du musst einen kleinen Bogen fahren, am Arno entlang. Es dauert zehn Minuten, und es ist nicht billig, aber, herrje, wir sind in Florenz, nicht wahr? Und du\u00ab, sie wandte sich an Julians Vater, \u00bbdu kommst erst mal rein. Kannst du dich noch an das Konservationszimmer erinnern?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der alte Sander warf Julian einen verschmitzten Blick zu, und Julian drehte sich um und ging nach drau\u00dfen. Konservationszimmer, also wirklich!<\/p>\n\n\n\n<p>Julian startete den VW-Bus, gab die Adresse der Garage in sein Handy ein und fuhr los. \u00dcber der Stadt lag ein letzter Glanz. Als er auf den Lungarno Guicciardini einbog, sah er den Ponte Vecchio, an dem die kleinen Gesch\u00e4fte wie Nester klebten. Der Arno zog sich darunter wie ein schwarzes Band durch die Stadt. Florenz pulsierte, in allen Gassen, auf allen Stra\u00dfen flanierten Menschen, die von Autos und Motorrollern umkurvt wurden. Braun und grau dehnte sich die Stadt bis zu den Bergen von Fiesole, auf denen schon die Farben der Nacht lagen. Das Navi, das ihm gerade eben noch angezeigt hatte, dass die Garage m\u00f6glicherweise gleich hinter der n\u00e4chsten Kreuzung liege (so genau konnte Julian das im Dunkeln nicht erkennen), gab ein Ge\u00adr\u00e4usch von sich. \u00bbDie Route wird neu berechnet\u00ab, stand auf dem Bildschirm. Und als die Stimme, die ihn durch die Nacht lotsen sollte, sich wieder meldete, waren aus den 300 Metern bis zum Ziel pl\u00f6tzlich zwei Kilometer geworden. Julian folgte dem niemals endenden Verkehr, und als er merkte, dass er sich immer weiter von der Innenstadt entfernte, versuchte er zu wenden. Aus hupenden Autos, die r\u00fccksichtslos an ihm vorbeifuhren, ohne ihm die Gelegen\u00adheit dazu zu geben, zeigte man ihm den ausgestreckten Mittelfinger. Endlich gelang es ihm, wieder auf die andere Stra\u00dfenseite zu kommen. Sein Navi gab Ger\u00e4usche von sich, und diese Ger\u00e4usche, das wusste er, bedeuteten: \u00bbKein GPS-Signal!\u00ab oder \u00bbDie Route wird neu berech\u00adnet\u00ab. An einer roten Ampel kurbelte er das Seitenfenster herunter und fragte einen neben ihm stehenden Rollerfahrer auf Englisch nach der n\u00e4chsten Tankstelle. Der junge Mann auf dem Roller sah ihn verst\u00e4ndnislos an, und bis Julian auf Italienisch etwas herumgestottert hatte, sprang die Ampel auf gr\u00fcn, und der Roller fuhr los. Schei\u00df Florenz, dachte Julian und fuhr wei\u00adter geradeaus, bis er am rechten Stra\u00dfenrand stehenbleiben konnte, ohne sofort angehupt und beschimpft zu werden. Er suchte nach einer Tankstelle, und sein Navi f\u00fchrte ihn tats\u00e4ch\u00adlich in einen Vorort, wo er den Bus volltanken konnte. Nachdem er bezahlt hatte, gab er erneut die Adresse der Garage ein und fuhr dann zur\u00fcck in die Stadt. Noch einmal fuhr er durch den dichten Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehr der Via Romana und der Via Maggio an den Arno, und wieder ver\u00adsagte sein Navi. Ein Polizist, den er um Hilfe bat, wedelte, offenbar, um ihm den Weg zu erkl\u00e4\u00adren, mit den Armen. Julian bedankte sich und fuhr los, aber an der Stelle, an der das Navi ihn links abbiegen hie\u00df, war keine Stra\u00dfe, und Julian fuhr weiter, die Route wurde neu berechnet, und pl\u00f6tzlich war Julian wieder auf dem Zubringer au\u00dferhalb des historischen Zentrums. End\u00adlich, als er (zum wievielten Male?) wieder auf dem Platz an der Porta Romana war, sah er ein Parkplatzschild. Er bremste unsanft ab und rollte auf den langgezogenen Parkplatz. Dann stellte er den Motor ab und ging zu Fu\u00df zur Pension, wo er bereits von seinem Vater und der Signora erwartet wurde. Sie sa\u00dfen auf einer zum Garten gehenden Glasveranda, wo Maria, die h\u00fcbsche Tochter der Signora, auf einem Tischchen als Willkommensgru\u00df ein kleines Abendessen vorbereitet hatte. Auf dem Tischchen gl\u00fchte eine rotbeschirmte Lampe.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWo warst du so lange?\u00ab, fragte sein Vater.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbSchei\u00df Verkehr\u00ab, sagte Julian.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbStehst du bei Fosi?\u00ab, wollte die Signora wissen. Julian sch\u00fcttelte den Kopf. \u00bbNein, auf dem Parkplatz an der Porta Romana.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbGeht auch\u00ab, sagte die Signora, \u00bbist aber teurer.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Julian zuckte mit den Schultern. Wenn ihm jetzt, nach der langen Fahrt nach Florenz und der n\u00e4chtlichen Suche nach einem Parkplatz in der v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllten Stadt etwas gleichg\u00fcltig war, dann war es der Preis f\u00fcrs Parken. Julian war gereizt und hatte Hunger. Die Signora klatschte in die H\u00e4nde, und Maria brachte Julian einen \u00fcppigen Salat.<\/p>\n\n\n\n<p>Julian langte zu.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbIss doch noch, kleiner Julian\u00ab, forderte ihn die Signora auf, als Julian nach dem Salat das Be\u00adsteck beiseitelegte und sich mit der Serviette \u00fcber den Mund wischte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDanke, Signora\u00ab, sagte Julian mit einem Blick auf den Teller, die Maria hereintrug, \u00bbvielen Dank! Aber ich bin Vegetarier. Der Salat war klasse, vielen Dank.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbOh\u00ab, machte die Signora erneut, \u00bbGiorgio! Das h\u00e4ttest du sagen sollen, dass dein Sohn kein Fleisch isst!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der alte Sander zuckte mit den Schultern. \u00bbDie Buddhisten \u2026\u00ab, fing er an, aber die Signora klatschte in die H\u00e4nde und rief nach ihrer Tochter. \u00bbMaria, \u00e8 rimasto ancora del pesce?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbOh, nein, nein\u00ab, rief Julian und hob abwehrend die H\u00e4nde, \u00bbbitte! Auch keinen Fisch.\u00ab \u2013 \u00bbEier?\u00ab \u2013 \u00bbJa\u00ab, sagte Julian, \u00bbEier esse ich, aber ich bin wirklich satt nach dem Salat. Vielen Dank!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbUnsinn!\u00ab Die Signora wurde noch resoluter, als sie ohnehin schon war. \u00bbMaria, prepara una frittata al bel giovane \u2013 senza carne e senza pesce!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Maria sah Julian kurz an und l\u00e4chelte, Julian nickte, und Maria machte die Andeutung eines Knickses und verschwand wieder in der K\u00fcche.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAllora, Giorgio\u00ab, wandte sich die Signora wieder Julians Vater zu. \u00bbWie geht es dir?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbNaja\u00ab, sagte der, \u00bbsie fehlt mir. Sie fehlt an allen Ecken.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDas glaube ich dir. Eine so sch\u00f6ne und vornehme Frau. Wie sollte sie dir nicht fehlen?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Julians Vater schluckte, r\u00e4usperte sich und trank einen Schluck Wei\u00dfwein.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbSo ein verliebtes Paar.\u00ab Die Signora sah Julian an. \u00bbJeder von uns hat es sofort gesehen. Gro\u00dfe Liebe. Dein Vater ist irgendeiner schrecklichen Frau davongelaufen, als er deine Mutter ken\u00adnengelernt hat \u2013 und stracks hierher \u2013 und ein Baby gemacht. Hier bei mir!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Julian l\u00e4chelte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbBardolino\u00ab, sagte die Signora nun wieder zu Julians Vater, \u00bbhat sich auch davon gemacht. Das wei\u00dft du?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte nickte. \u00bbDu hast geschrieben, dass er gestorben ist.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbEin Tunichtgut.\u00ab Die Signora bekam schimmernde Augen. \u00bbEin Strolch wie er im Buche steht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAber geliebt hast du ihn!\u00ab, stellte Herr Sander fest.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbNat\u00fcrlich\u00ab, sagte die Signora, \u00bbbis sich die Balken bogen. Wie ihr!\u00ab Sie l\u00e4chelte, und Herr San\u00adder l\u00e4chelte auch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbUnd du, h\u00fcbscher Julian?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Julian, der an seine Mutter dachte, zuckte wie ertappt zusammen, als er seinen Namen h\u00f6rte. \u00bbBitte?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWie ist es bei dir mit der Liebe?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Julian zuckte mit den Schultern. \u00bbNaja\u00ab, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbSo ein h\u00fcbscher Kerl und so jung und sagt \u201anaja\u2018! Giorgio, was ist da los?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Herr Sander nahm einen ordentlichen Schluck Wei\u00dfwein, schl\u00fcrfte ausgiebig darauf herum und sagte dann: \u00bbErst muss er das Sprechen lernen!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die Signora lachte. \u00bbWir schaffen das\u00ab, sagte sie und bildete dabei mit ihren beiden H\u00e4nden eine Raute vor ihrem Bauch. \u00bbDu wirst sehen, wir kriegen das hin.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>So ganz Unrecht hatte der alte Sander \u00fcbrigens nicht. Julian galt immer schon als schwierig \u2013 seit dem Tode seiner Mutter aber lagen Schatten von Schwerm\u00fctigkeit \u00fcber ihm, deren er sich nicht zu erwehren wusste und wohl auch nicht wollte. Und um mehr als nur \u00bbNaja\u00ab auf die Frage der Signora, wie er es mit der Liebe halte, zu antworten, so muss man tats\u00e4chlich ein\u00adr\u00e4umen, dass Julian, obwohl schon achtundzwanzig Jahre alt und obwohl seine langen blon\u00adden Haare bereits von der Stirn zur\u00fcckzuweichen begannen, seit Jahren so etwas, was man landl\u00e4ufig eine \u00bbBeziehung\u00ab nennt, nicht hatte. Julian aber, anstatt, wie sein Vater sich etwas altmodisch-salopp ausdr\u00fcckte, \u00bbauf die Piste zu gehen\u00ab, sa\u00df in seinem Zimmer im elterlichen Haus und las. Oder h\u00f6rte Musik. Oder sah aus dem Fenster. Er sah, um ehrlich zu sein, sehr viel aus dem Fenster und dachte nach, mehr jedenfalls als er las oder Musik h\u00f6rte. Julian, das muss man so sagen, war traurig. Sein Vater, der das verstand, weil er ja selbst traurig war, hatte einmal zu ihm gesagt: \u00bbMutter h\u00e4tte nicht gewollt, dass du dich solange gr\u00e4mst.\u00ab Und Julian hatte wahrheitsgem\u00e4\u00df geantwortet: \u00bbEs ist nicht wegen Mutter.\u00ab Nein, nat\u00fcrlich nicht, Menschen sterben, manche fr\u00fcher, manche sp\u00e4ter. Seine Mutter war noch nicht alt gewesen, als sie starb, aber schon lange auch nicht mehr jung. Nein, das war es wirklich nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits hatte sein Vater auch nicht ganz Unrecht. Julians Traurigkeit, sein Hang zum Gr\u00fc\u00adbeln und zur Schwermut hatten ihre Ursache offenbar in einem Verlust oder sagen wir: in etwas, was fehlt. Was vielleicht nie dagewesen ist, aber so langsam mal da sein k\u00f6nnte: so etwas wie Gl\u00fcck. Als Kind, als junger Mann \u2013 stets lag ein Versprechen von Gl\u00fcck \u00fcber ihm, das sich allerdings ganz und gar nicht einstellen wollte. \u00bbSchwerer Mut statt leichter Sinn\u00ab, so hatte Julian sein Lebensgef\u00fchl einmal beschrieben, als sein Vater, der begann, sich langsam v\u00e4terliche und ehrliche Sorgen zu machen, einmal mit ihm dar\u00fcber sprach. Und der alte San\u00adder fragte sich mitunter, ob sie, seine Frau und er, vielleicht etwas falsch gemacht haben. Er stellte auch Julian diese Frage, und Julian hatte ohne langes Nachdenken gesagt: \u00bbIhr habt mich zum Tode durch die Geburt verurteilt.\u00ab Mag sein, dass es daran lag, dass er gerade Kafka las und nur ein wenig zitierte \u2013 trotzdem hatte dieser Satz den alten Sander sehr erschreckt, ja ersch\u00fcttert. Er hatte diese wenigen Worte immer wieder hin und her bewegt und war nach ein paar Wochen auf die Idee gekommen, mit Julian nach Italien zu reisen. Es m\u00fcsste doch, dachte der Alte, mit dem Teufel zugehen, wenn die Luft und das Licht des S\u00fcdens nicht auch seinen Sohn auf andere Gedanken bringen w\u00fcrde. Es bedurfte zu seiner \u00dcberraschung keiner\u00adlei \u00dcberzeugungsarbeit, Julian hatte zwar etwas von \u00bbBildungsreise\u00ab und \u00bbKavalierstour\u00ab ge\u00admurmelt, sich aber ansonsten anstandslos dazu bereit erkl\u00e4rt, seinen Vater zu begleiten. Der alte Sander musste noch nicht einmal das gewichtigste Argument hervorholen, mit dem er seinen Sohn zu \u00fcberzeugen gedachte, dass er n\u00e4mlich gerne noch einmal (er war jetzt zu sei\u00adnem eigenen Erstaunen in dem Alter angekommen, in dem man immer h\u00e4ufiger davon spricht, dieses oder jenes \u00bbnoch einmal\u00ab zu tun) nach Italien fahren wollte, um sozusagen den Urlaub, den er hier vor fast drei\u00dfig Jahren \u00bbverr\u00fcckt vor Verliebtheit\u00ab (wie er gerne sagte) mit Julians Mutter wie im Rausch verlebt hatte, gewisserma\u00dfen nachzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Julian hatte sich also Urlaub genommen (er war in der Verwaltung der Deutschen Bahn be\u00adsch\u00e4ftigt), und dann waren sie \u00fcber den Brenner zuerst nach Florenz gefahren, nat\u00fcrlich mit dem alten VW-Bus. Dann sollte es nach Rom weitergehen und auf der R\u00fcckreise an den Lago Maggiore. So war der Plan.<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt sa\u00df er in der Pension der Signora Bardolino, die in Wahrheit aus dem Ruhrgebiet stammte (und auch ein bisschen so aussah) und sah ihr und seinem Vater beim Wei\u00dfweintrin\u00adken zu, als Maria mit dem Omelett kam.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbBuon appetito\u00ab, sagte Maria, stellte einen Korb mit Brot und eine Karaffe mit \u00d6l auf den Tisch, l\u00e4chelte ihn an und machte wieder so einen verhuschten Knicks, der v\u00f6llig aus der Zeit gefallen war.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDanke\u00ab, sagte Julian und sah sie an. Maria war h\u00fcbsch, das war eindeutig, das sah sogar Ju\u00adlian. Und sie blieb am Tisch stehen, nachdem sie mit der Signora einen Blick gewechselt hatte. Julian, das k\u00f6nnen wir uns denken, war von dem Salat nicht wirklich satt geworden. Das Ome\u00adlett duftete, die Signora schenkte die Gl\u00e4ser noch einmal nach, selbst Julian nahm jetzt sein Glas, aus dem er bisher nur h\u00f6flichkeitshalber genippt hatte, und hielt es wie die anderen beiden hoch, stie\u00df mit ihnen an und sagte wie sie: \u00bbSalute!\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Dann nahm er die Gabel und a\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWie schmeckt es dir, mein Junge?\u00ab, fragte die Signora.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbVorz\u00fcglich\u00ab, sagte Julian. Und das stimmte wirklich. Dann a\u00df er weiter, bis die Sch\u00fcssel leer war.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbNa siehst du\u00ab, sagte sein Vater, \u00bbmorgen gibt es sch\u00f6nes Wetter.\u00ab Das hatte er auch fr\u00fcher immer gesagt, wenn Julian, von Kindesbeinen an ein schlechter Esser, mal ausnahmsweise seinen Teller leer gegessen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Julian sah ihn an und l\u00e4chelte. \u00bbJa\u00ab, sagte er, \u00bbmorgen gibt es sch\u00f6nes Wetter! Deswegen sind wir doch hier, nicht wahr?\u00ab Der alte Sander l\u00e4chelte und sagte: \u00bbJa, deswegen sind wir hier. Salute, mein Sohn!\u00ab Und sie stie\u00dfen noch einmal mit ihren Wei\u00dfweingl\u00e4sern auf das sch\u00f6ne Wetter an, weswegen sie hier waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Da l\u00e4utete es an der Haust\u00fcr. Die Signora sah auf ihre Armbanduhr. \u00bbFerieng\u00e4ste,\u00ab murmelte sie und \u00bbAh, da sind sie ja endlich\u00ab, stand auf und \u00f6ffnete die T\u00fcr mit dem ihr eigenen Sprach\u00adget\u00f6se, das offenbar den Neuank\u00f6mmlingen den Eindruck vermitteln sollte, nunmehr und zwar endg\u00fcltig in Italien angekommen zu sein. Julian und sein Vater h\u00f6rten Frauenstimmen, man begr\u00fc\u00dfte sich, man trug Taschen und Koffer, Schl\u00fcssel klapperten \u2013 dann war wieder Ruhe. Die Signora kehrte zur\u00fcck an den Tisch auf die Veranda und sagte: \u00bbEngl\u00e4nderinnen. Typische Engl\u00e4nderinnen \u2013 wie im Film.\u00ab Dann wandte sie sich wieder den beiden Sanders zu, stie\u00df wieder mit ihnen an und fragte so beil\u00e4ufig, wie sie nur konnte: \u00bbUnd, Giovanotto, wie gef\u00e4llt dir meine kleine Maria?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Julian, der aus der Tatsache, dass die Signora ihn fragend ansah, schloss, dass er gemeint sein m\u00fcsse, nickte und sagte: \u00bbH\u00fcbsch.\u00ab Sein Vater sah ihn an, die Signora sah ihn an. Sie sahen ihn an, als k\u00f6nne das noch nicht alles gewesen sein, als m\u00fcsse da noch etwas kommen. Deswegen sagte er: \u00bbSehr h\u00fcbsch.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Alten wechselten einen bedeutungsvollen Blick, und Julian glaubte, etwas Ver\u00adschw\u00f6rerhaftes darin zu erkennen. Dann sagte er: \u00bbUnd das Omelett \u2013 ich habe selten ein so gutes Omelett gegessen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die Signora l\u00e4chelte. \u00bbDas Kochen hat sie bei mir gelernt.\u00ab Und mit einem Blick auf Julians Vater sagte sie verschmitzt: \u00bbLe uova fanno bene ai giovani.\u00ab Und das verstand sogar Julian, dem das andeutungsvolle Gerede und Getuschel und die verschw\u00f6rerischen Blicke der beiden langsam etwas auf die Nerven gingen. Und als sein Vater dann noch den Spruch von der Liebe brachte, die irgendwie durch den Magen geht, reichte es ihm. Er wollte sich gerade aus der immer munterer werdenden Runde verabschieden, als Schritte zuerst auf der Treppe, dann im Flur zu h\u00f6ren waren. Mit einigem Geklapper und Geschurre betraten zwei Frauen den Auf\u00adenthaltsraum und sahen sich nach der Signora um. Die Signora stand auf und ging ihnen ent\u00adgegen. Die \u00e4ltere der beiden, die aussah wie etwas, was man fr\u00fcher eine alte Jungfer genannt h\u00e4tte, wandte sich direkt an die Signora: \u00bbBitte entschuldigen Sie, aber weder meine junge Cousine hier noch ich sind in der Lage zu duschen. Es kommt nur kaltes Wasser, und ich denke, nach der langen Fahrt mit der Bahn w\u00e4re es sehr w\u00fcnschenswert, ein wenig unter warmen Wasser stehen zu k\u00f6nnen.\u00ab Sie sagte das auf Englisch, und die Signora antwortete ihr auf Eng\u00adlisch, allerdings in einer ziemlich deutschen Einf\u00e4rbung: \u00bbOh, das kommt leider immer mal wieder vor. Sie m\u00fcssen an der Kordel ziehen, an der Kordel neben der T\u00fcr. Ja, richtig, innen. Da h\u00e4ngt eine Kordel und daran ziehen Sie vorsichtig, aber mit Kraft. Dann bekommt der Au\u00adtomat Strom, und wenn Sie dann den Thermostat aufdrehen, dann kommt das Wasser \u2013 in jeder von Ihnen gew\u00fcnschten Temperatur.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAh\u00ab, machte die Beschwerdef\u00fchrerin, \u00bban der Kordel ziehen. Hast du eine Kordel gesehen, Helen, Liebes?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Helen, die offenbar eine \u00fcberaus wichtige Nachricht auf ihrem Smartphone bekommen hatte, sch\u00fcttelte den Kopf. \u00bbNein, aber ich habe auch, um ehrlich zu sein, nicht darauf geachtet. Und selbst wenn ich sie gesehen h\u00e4tte, h\u00e4tte ich nicht daran gezogen. Wer wei\u00df, was man damit alles ausl\u00f6st?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAlso die Kordel?\u00ab, versicherte sich die \u00c4ltere noch einmal.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Signora nickte. \u00bbZiehen Sie einfach an der Kordel. Fest, aber behutsam \u2013 und dann k\u00f6nnen sie warm duschen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbIch danke Ihnen, Signora\u00ab, sagte die \u00c4ltere etwas steif und war im Begriff zu gehen, um sich den Staub der Reise vom m\u00f6glicherweise etwas matronenhaften K\u00f6rper zu waschen. Aber die J\u00fcngere, eine H\u00fcbsche mit vollem dunklen Lockenhaar, lebhaften Augen und einem Mund, der aussah, als sei ihr das alles viel zu viel, die Kordel, Italien und \u00fcberhaupt die Zumutungen des Lebens, blieb stehen und sagte: \u00bbGeh du nur schon hoch, Maggie. Ich habe Hunger.\u00ab Und Maggie, die fast schon in der T\u00fcr zum Flur stand, drehte sich um und sagte: \u00bbWie du willst, Helen, Liebes. Vielleicht kann es die Signora erm\u00f6glichen, uns einen kleinen Imbiss zu rei\u00adchen?\u00ab Dabei sah sie durch die gro\u00dfe Glast\u00fcr hinaus auf die Veranda, wo Julian und sein Vater im Licht des rotgl\u00fchenden L\u00e4mpchens vor ihren noch nicht abger\u00e4umten Tellern sa\u00dfen, was die Signora vor\u00fcbergehend in einige Verlegenheit brachte. \u00bbNun\u00ab, sagte sie, \u00bbdies hier ist eine Pension, kein Hotel.\u00ab<br>[&#8230;]<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/juergen-schlusnus.de\/?page_id=218\" data-type=\"page\" data-id=\"218\"><strong>weiterlesen?<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leseprobe: I In der Casa Bardolino In dem alten VW-Bus, der sie mit Ach und Krach und vor allem mit Krach und viel Qualm \u00fcber die Alpen gebracht hatte, kamen die Sanders, Vater und Sohn, in Florenz an. Seit sie den Brenner hinter sich gelassen hatten, sa\u00df Julian am Steuer. 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